Patrimonium Deutsche Comicforschung
 

Patrimonium

Schwerpunkt der Website comicforschung.de ist das von Eckart Sackmann herausgegebene "Deutsche Comicforschung". Diese Reihe, die sich mittlerweile als Standardwerk zur deutschen Comicgeschichte etabliert hat, widmet sich in ihren Beiträgen ausschließlich der Erforschung deutschsprachiger Comics, dem eigenem Patrimonium also. Zur Unterstützung dieses Ansatzes wird comicforschung.de zur Plattform der Grundlagenforschung zur deutschsprachigen Comicliteratur ausgebaut.

Sorry, no translations. "Deutsche Comicforschung" (German Comics Research) explores the German comics literature. To understand this literature, you should have a basic knowledge of German.

Désolé, pas de traduction. "Deutsche Comicforschung" (Études sur la BD allemande) s'occupe d'une littérature allemande. Il faut donc parler un minimum de cette langue.

Comic. Kommentierte Definition
Von Eckart Sackmann

Was ist ein Comic? Diese Frage wurde zu verschiedenen Zeiten verschieden beantwortet. Sackmanns Definition entstand Ende 2007 im Auftrag des Bibliographischen Instituts (Brockhaus) und wurde für "Deutsche Comicforschung 2010" leicht modifiziert. Anmerkungen sollen einige Grundlagen dieses Ansatzes erläutern.

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Stichwort Comic

Aktuelles

Ausstellungen

3o. Mai bis 13. Juni 2010
Mecki
Erlangen, Kunstmuseum
Bildbericht zur Eröffnung der ersten Station der Ausstellung im Wilhelm-Busch-Museum Hannover

Comics sind nicht nur komisch. Zur Benennung und Definition
Nicht nur der Comic, auch die Geschichtsschreibung des Comic und seine Benennung haben eine Geschichte. Lesen Sie den Artikel von Eckart Sackmann aus "Deutsche Comicforschung" 2008, in dem der Verfasser versucht, die Genese der Terminologie zu aufzuschlüsseln.
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Vom Kuriositätenkabinett zur wissenschaftlichen Sammlung
Für die von der Gesellschaft der Bibliophilen herausgegebene Aufsatzsammlung "Imprimatur" hat Bernd Dolle-Weinkauff einen detaillierten und sehr informativen Überblick über Geschichte, Bestand und Zustand des Frankfurter Comic-Archivs verfasst:
Bernd Dolle-Weinkauff: Vom Kuriositätenkabinett zur wissenschaftlichen Sammlung. Das Comic-Archiv des Instituts für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität Frankfurt/Main. In: Ute Schneider (Hg.): Imprimatur. Jahrbuch für Bücherfreunde. Neue Folge Bd. XIX. München 2005. S. 209-224.
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Comic - Kunst
Abseits der Großstädte und Comic-Hochburgen eröffnete im Juni 2004 in Koblenz eine Ausstellung, die in Deutschland bisher einmalig geblieben ist. Das Mittelrhein-Museum hatte Originale aus einhundert Jahren deutscher Comic-Kunst zusammengetragen und präsentierte diese in Reibung zu Bildzyklen der traditionellen Kunstgeschichte.
Bildbericht bei comic.de

Comics made in Germany
Vielleicht war der Untertitel - "60 Jahre Comics aus Deutschland" - willkürlich, vielleicht auch die Auswahl der für diesen Zeitraum herausgestellten Comics (ausschließlich Hefte und Bücher, keine Zeitschriftenstrips). Doch immerhin fand diese Ausstellung zur deutschen Comicgeschichte im Jahr 2008 in der Deutschen Nationalbibliothek statt.
Bildbericht bei comic.de

"Das ist doch keine Kunst!" - Comics als Literatur
Immer wieder hört man, Comics seien die "Neunte Kunst". Bei näherer Betrachtung entpuppt sich der Terminus als eines jener Schlagworte, mit denen zuweilen versucht wird, den Comic aufzuwerten. Wenn Comics aber "keine Kunst" sind, worum handelt es sich dann? Um "Grafische Literatur" - eine Literatur, die auch ohne Text (litterae) auskommt? Gibt es Analogien zwischen Bildliteratur und geschriebener Literatur, oder ist der Comic eine völlig eigenständige, unvergleichbare Ausdrucksform?
Filmmitschnitt eines Vortrags von Eckart Sackmann beim Comicfestival München 2009, aufgenommen von Splashcomics.

Comics im Mittelalter
Die Ausdrucksform der Bild-Erzählung gibt es seit Tausenden von Jahren. Wie sahen Sprechblasen im Mittelalter aus, welche Themenkreise finden sich zu dieser Zeit, welche Bildträger begegnen uns hier?.
Bildbeispiele von Eckart Sackmann, zusammengestellt anlässlich eines Vortrags vor der Gesellschaft für Comicforschung.

Deutsche Comicforschung 2005 bis 2010
Inhaltlicher Überblick über alle bisher erschienenen Bände von "Deutsche Comicforschung"

          
 
Vorschau Deutsche Comicforschung 2011

Erscheint im Dezember 2010: Band 7 von "Deutsche Comicforschung", dem Standardwerk zur Erforschung der nationalen Comicgeschichte. Wissenschaftlich akribisch und trotzdem lesbar, angereichert mit Hunderten von zumeist farbigen Abbildungen, bietet auch dieser Band einen Fundus von bisher unbekannten Beispielen deutschsprachiger Comics aller Epochen.

Eckart Sackmann (Hg.):
Deutsche Comicforschung
Band 7 (2011)
144 Seiten, HC, über 300 Abbildungen in Farbe, € 39,00
ISBN 978-3-89474-209-6

Mitarbeiter dieser Ausgabe:
Prof. Dr. Günter Dammann, Prof. Dr. Dietrich Grünewald, Horst-Joachim Kalbe, Dr. Helmut Kronthaler, Dr. Eckart Sackmann, Dr. Michel F. Scholz.

Inhalt

  • Der Verleger als künstlerischer Entscheider: Caspar Braun
  • Zehn kleine Negerlein: Afrikaner im deutschen Kolonialcomic
  • Wilhelm-Busch-Nummern
  • Der Sprechblasencomic im Widerstreit der Kulturen, Teil 2
  • Hellmuth M. Peter
  • Horst von Möllendorff
  • Carl Meffert/Clément Moreau
  • Der frühe Reinhold Escher
  • Franziska Bilek - von den "Weiberln" zum "Herrn Hirnbeiß"
  • Roland Kohlsaat
  • "Was wir brauchen, ist eine neue Bilderzeitschrift..."
  • Der 1. Internationale Comic-Salon Erlangen 1984


  • Abb. oben "Gastliche Aufnahme in Afrika" von Adolf Hengeler, aus Fliegende Blätter 2301 (1889)
    Zehn kleine Negerlein: Afrikaner im deutschen Kolonialcomic
    Von Horst-Joachim Kalbe und Eckart Sackmann

    Nackte Wilde im Bastrock, die sich entweder extrem feindselig oder anbiedernd und tölpelhaft verhalten - das Klischee der Darstellung von Schwarzafrikanern im Comic hat seinen Ursprung in der Arroganz und Herrschsucht des raubgierigen Europa. Deutschland "besaß" von 1884 bis 1918 Kolonien in Afrika.

    Horst-Joachim Kalbe und Eckart Sackmann haben die Witzblätter und politisch-satirischen Zeitschriften des Kaiserreichs gesichtet und einen Zusammenhang zwischen der Kolonialpropaganda und den von den Zeichnern verwendeten Topoi festgestellt. Ganz offenbar war den Witzblattzeichnern - für das Kolonialthema interessierten sich beispielsweise Johann Bahr, Adolf Hengeler und Emil Reinicke - der Kontinent nicht aus eigener Anschauung bekannt. Die in dieser Zeit geformten Klischees hielten sich bis weit nach dem 2. Weltkrieg.

     

    Deutsche Comicforschung 2010

    Eckart Sackmann (Hg.):
    Deutsche Comicforschung
    Band 6 (2010)
    144 Seiten, HC, ca. 400 Abbildungen in Farbe, € 39,00
    ISBN 978-3-89474-199-0

    Mitarbeiter dieser Ausgabe:
    Prof. Dr. Dietrich Grünewald, Harald Havas, Horst-Joachim Kalbe, Harald Kiehn, Dr. Helmut Kronthaler, Gerd Lettkemann, Dr. Antje Neuner-Warthorst, Dr. Eckart Sackmann, Guido Weißhahn.

    Inhalt

  • Comic. Kommentierte Definition
  • Zur Anschauung für Laien. Die sogenannte Freiburger Bilderbibel
  • Der Sprechblasencomic im Widerstreit der Kulturen
  • Ladislaus Kmoch
  • Paul Peroffs Spezialreporter
  • Otto Nückel und der Bilderroman ohne Worte
  • Die Darbohne - eine Werbe-Idee mit Langzeitwirkung
  • Emmerich Huber - zum zweiten.
  • Heide Jungmichel - aus Spitzkunnersdorf ins Weltall
  • Ritter Sigurd. Das Streifenheft als Gattung, Muster und Mythos
  • Volker Ernsting: Das Geheimnis der blauen Erbse
  • Zwischen Schund und Kunst. Comics in den 70er Jahren


  • Abb. oben von Karl Arnold, aus Simplicissimus 27. Jg., Nr. 25 (1922)
    Der Sprechblasencomic im Widerstreit der Kulturen
    Von Eckart Sackmann und Harald Kiehn

    Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Sprechblasencomic in den USA den Durchbruch schaffte, hielt man in Europa an alten Traditionen fest. Das war sowohl Ausdruck eines kulturellen Dünkels als auch pädagogisch motiviert. Selbst in Amerika waren die neuen Comicbeilagen nicht unumstritten.

    Eckart Sackmann und Harald Kiehn unternehmen in ihrem 24seitigen Beitrag einen ersten Versuch, die Scheu deutscher Verleger vor dem amerikanischen Sprechblasencomic zu deuten. Die Ursprünge dieses Verhaltens liegen für die Autoren nicht - wie oft geschrieben - in der ablehnenden Haltung der Nationalsozialisten, sondern weit früher, nämlich im Kaiserreich.

    Ein Vergleich mit der Entwicklung des Comic in Frankreich um 1900 macht allerdings deutlich, dass das Phänomen der Sprechblasenphobie kein deutsches, sondern möglicherweise ein europäisches war.

    Anhand von vielen Bildbeispielen führen Sackmann und Kiehn vor, dass es auch in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Ausnahmen von der Regel gegeben hat. Wer ahnt schon, dass sich auch der bekannte Simplicissimus-Zeichner Thomas Theodor Heine am Sprechblasencomic versucht hat?

    Musterseiten


    Abb. oben Ladislaus Kmoch: Seicherl und Schwasser wollen Landsleute empfangen. In: Das Kleine Blatt vom 23.3.1938.

    Ladislaus Kmoch
    Von Harald Havas und Eckart Sackmann

    Mit "Tobias Seicherl" erschuf er den vermutlich ersten politischen Tagesstrip der deutschsprachigen Comicgeschichte. Auf die politische Dimension der Frühzeit dieses Strips ist der Wiener Ladislaus Kmoch denn auch stets reduziert worden. Doch sein Werk ist vielschichtiger; es reicht weit über "Seicherl" hinaus.

    Zum erstenmal wird hier das Gesamtwerk berücksichtigt, soweit es die Comics des Zeichners betrifft. Kmochs erste Bildergeschichte in der Satirezeitschrift Die Muskete erschien bereits 1919. In den kommenden Jahren arbeitete er viel für dieses Blatt, ab 1924 auch für den Götz von Berlichingen.

    "Seicherl" hatte 1930 seinen Einstand, ein reiner Sprechblasenstrip. Das kleine Blatt, die Trägerzeitschrift, fußte in der Sozialdemokratie. Warum blieb Ladislaus Kmoch seiner Serie auch dann treu, als erst die Austrofaschisten und dann die Nationalsozialisten an die Macht kamen? Woher rührt der seit den 30er Jahren immer deutlicher werdende Antisemitismus?

    Kmoch zeichnete "Seicherl" auch nach dem Krieg; die Popularität war ungebrochen. Auch die Geschichte dieser Wiederaufnahme wird in dem ausführlichen Artikel von Havas und Sackmann erstmals beschrieben.

    Musterseiten


    Abb. oben: Cover Sammelband von 1935.


    Abb. oben Cover HÖRZU 42/1970. Abb. rechts Ausschnitt aus Volker Ernsting: Das Geheimnis der blauen Erbse, Folge 3 in HÖRZU.
    Volker Ernsting: Das Geheimnis der blauen Erbse
    Von Horst-Joachim Kalbe

    Mit seinem 1970 für die Programmzeitschrift HÖRZU gezeichneten Krimi "Das Geheimnis der blauen Erbse" schuf Volker Ernsting einen "Prominentencomic", der nicht nur durch seine Referenz an die Vorbilder "Nick Knatterton" und "Sherlock Holmes" besticht, sondern auch einen detaillierten Einblick in die deutsche TV-Landschaft der frühen 70er Jahre gibt. Ausgehend von der Sherlock-Holmes-Story "The Adventure of the Blue Carbuncle" von Sir Arthur Conan Doyle inszenierte der Zeichner einen "Krimi, wie er nicht im Fernsehen läuft".

       Musterseiten

    Andere interessante Websites:

    Gesellschaft für Comicforschung
    Die Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) hat sich zur Aufgabe gemacht, die Comicforschung im deutschsprachigen Raum zu fördern und zu vernetzen.
    mehr dazu

    Gesellschaft für Comicforschung
    c/o Prof. Dietrich Grünewald
    Institut für Kunstwissenschaft, Universität Koblenz-Landau, Universitätsstr. 1, 56070 Koblenz
    eMail gruenewald@uni-koblenz.de
    www.comicgesellschaft.de


    INCOS
    Interessengemeinschaft
    Comic-Strip e.V.

    Die 1970 gegründete Interessengemeinschaft Comic-Strip e. V. (INCOS) setzt sich die kritische Beschäftigung mit dem Comic in all seinen Erscheinungsformen und Wirkungsbereichen sowie den Zusammenschluss aller am Medium Comic Interessierter zum Ziel.

    Incos, c/o Erich Reimer, Nürnberger Str. 24a, 10789 Berlin
    Tel. 030-25327169
    eMail comics@incos-ev.net
    www.incos-ev.net


    ICOM
    Interessenverband
    Comic e.V.

    Der 1981 gegründete ICOM vertritt die Interessen der Kreativen - nicht nur aus der Comic-Szene, sondern auch aus verwandten grafischen Bereichen.

    ICOM, c/o Burkhard Ihme, Danneckerstr. 12, D-70182 Stuttgart
    Tel (0711) 24 45 78
    eMail ICOMic@aol.com
    www.comic-i.com


    Comic-Preiskatalog
    Herausgegeben von Günther Polland

    Der jährlich erscheinende "1. Allgemeine deutsche Comic-Preiskatalog" listet (fast) alle im deutschen Sprachraum erschienenen und verkauften Comics und ist damit für Comicforscher eine wesentliches Hilfsmittel.

    Comic-Galerie Günther Polland, Albertgasse 24, A-1080 Wien
    Tel. 0043-1/4057233, Fax 0043-1/4057233
    eMail comic-galerie@aon.at

    Copyright © 2010 Verlag Sackmann und Hörndl