Patrimonium

Schwerpunkt der Website comicforschung.de ist das von Eckart Sackmann herausgegebene "Deutsche Comicforschung". Diese Reihe, die sich mittlerweile als Standardwerk zur deutschen Comicgeschichte etabliert hat, erschien erstmals im Dezember 2004 (Band 2005). Ferner wird die Website künftig zur Plattform einer Grundlagenforschung der deutschsprachigen Comicliteratur ausgebaut.

 

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50er Jahre

 
Helmut Kronthaler:
Ein Russe im Exil: Konstantin Kusnezow
Deutsche Comicforschung 9 (2013), S. 80-91

Der Russe Konstantin Kusnezow war ein Wanderer zwischen den Welten, und das nicht nur künstlerisch, sondern auch politisch. Seine Lebensumstände brachten es mit sich, dass er erst vor den Sowjets nach Jugoslawien floh, 1945 dann nach Deutschland kam und schließlich in die USA emigrierte.



Eckart Sackmann:
Clever Stolz Bildgeschichten - der Comic zum Margarinewürfel
Deutsche Comicforschung 9 (2013), S. 92-101

Werbebeigaben für Kinder haben in der deutschen Margarineproduktion eine lange Tradition. Anfang der 1950er Jahre entdeckte die Firma Van den Bergh/Unilever den Comic. Eine Reihe von 80 Heften, geschaffen von Franz W. Richter-Johnsen und Hans Held, bot ein interessantes Spektrum an Stilen und Inhalten.



Klaus Wintrich/Eckart Sackmann:
Rolf Kauka, der deutsche Disney: Fix und Foxi im Ausland
Deutsche Comicforschung 9 (2013), S. 102-119

Die deutschsprachige Comic-Produktion ist weitgehend eine lizenznehmende gewesen. Davon hat der Leser möglicherweise profitiert, doch die eigene Kultur litt darunter. In den 50er und 60er Jahren bewies Rolf Kauka, dass sich Geld auch mit der Vermarktung deutscher Comics im Ausland machen lässt.



Helmut Kronthaler:
Franziska Bilek - von den "Weiberln" zum "Herrn Hirnbeiß"
Deutsche Comicforschung 7 (2011), S. 92-101

Als Protégé Olaf Gulbranssons kam die Münchner Zeichnerin Franziska Bilek in den 1930er Jahren zum "Simplicissimus" und entwickelte hier einen eigenen, dynamischen Zeichenstil und skurrilen Humor. Bekannt wurde sie später mit ihren Arbeiten über München, vor allem aber mit der Figur des Herrn Hirnbeiß.



Günter Dammann:
Comic-Strips in der Frühzeit der Hamburger Morgenpost
Deutsche Comicforschung 1 (2005), S. 72-81

Die 1949 gegründete Boulevardzeitung Hamburger Morgenpost setzte von Anfang an auf den Abdruck von US-Zeitungsstrips und leistete damit einen vielleicht nicht unerheblichen Beitrag zur "Amerikanisierung" der jungen Bundesrepublik.



René Granacher:
Heinz Schubel
Deutsche Comicforschung 1 (2005), S. 82-91

Die Hefte mit den Abenteuern des Feuersalamanders Lurchi waren seit ihrem ersten Erscheinen in den 1930er Jahren nicht nur ein wichtiges Werbeinstrument, sondern auch ein prägendes Stück Unterhaltungsliteratur für Kinder. Das ist vor allem dem Zeichner Heinz Schubel zu verdanken: Er formte das Bild der Hefte und Lurchis für mehrere Jahrzehnte.
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Helmut Kronthaler:
Hans Füsser
Deutsche Comicforschung 3 (2007), S. 57-63

Er hat kaum Comics geschaffen und ist Sammlern eigentlich nur wegen zweier bald nach dem Krieg erschienener Hefte bekannt. Mit diesen zählte er allerdings zu den ersten deutschen Comiczeichnern, die nach 1945 eine hierzulande bis dahin fast fremde Form des Erzählens aufgriffen.



Peter Lukasch:
Unsere Zeitung - eine kommunistische Kinderzeitung
Deutsche Comicforschung 3 (2007), S. 64-74 <>Zu den drei großen Kinderzeitungen im Österreich der Nachkriegszeit gehört auch Unsere Zeitung, eine Publikation der kommunistischen Partei. Nicht wenige Mitarbeiter der ersten Jahre haben sich später dem Kinderbuch zugewandt - eine Nähe, die den Comics der UZ deutlich anzumerken ist.


Günter Dammann:
Die Comics von Roland Kohlsaat
Deutsche Comicforschung 7 (2011), S. 102-116

Die Kinderbeilage "Sternchen" bildete die Plattform für eine der ungewöhnlichsten und langlebigsten deutschen Comicserien, heute noch allgemein bekannt unter "Jimmy das Gummipferd". Ihr Schöpfer Roland Kohlsaat schuf sich hierin seinen eigenen Kosmos aus Abenteuer und Fantasy.
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Günter Dammann:
"Detektiv Schmidtchen"
Deutsche Comicforschung 3 (2007), S. 86-98

Franz Werner Richter-Johnsen war in den Nachkriegsjahrzehnten der einzige deutsche Zeichner, der einen Tagesstrip von international vergleichbarer Qualität schaffen konnte. Seine Serie "Detektiv Schmidtchen" setzte auf einen außergewöhnlichen Protagonisten und lief acht Jahre lang in der Bild-Zeitung.
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Ralf Palandt:
Skandal um Nick Knatterton
Deutsche Comicforschung 3 (2007), S. 99-104

In den 50er Jahren ziehen Pädagogen und Erzieher mit Schmökergrab-Aktionen gegen den "Schund und Schmutz" der Comics zu Felde. Auch Manfred Schmidts Superdetektiv Nick Knatterton fällt den Tugendwächtern unangenehm auf - in Bayern und mehr noch in Holland, wo die Zeichnungen sogar retuschiert wurden.



Ralf Palandt:
Der kroatische Knatterton
Deutsche Comicforschung 8 (2012), S. 94-104

"Nick Knatterton" hat im Laufe der Zeit verschiedentlich Zeichner dazu angeregt, Anleihen bei Manfred Schmidts Meisterdetektiv zu nehmen. Angesichts des überwiegend hohen Niveaus der Zeichnungen setzen sich die in den 1950er Jahren in Kroatien geschaffenen Eigenkreationen von den meisten anderen positiv ab.



Eckart Sackmann:
G. Bri - Gerhard Brinkmann
Deutsche Comicforschung 8 (2012), S. 64-78

Im umfangreichen ╬uvre des Pressezeichners und Illustrators Gerhard Brinkmann nehmen die Comics nur kleinen Raum ein. Dennoch ist der Beitrag zum deutschen Comic nicht gering - erstreckt er sich doch über mehr als ein halbes Jahrhundert und schließt Illustrierten- und Werbecomics sowie Buchausgaben ein.



Werner Reuß:
Der frühe Bob Heinz
Deutsche Comicforschung 8 (2012), S. 79-93

Er war mit Abstand der produktivste humoristische Comiczeichner der 50er Jahre. Ein derart umfangreiches Werk wie das von Bob Heinz ist nicht allein durch eine flinke Feder zu erreichen. Dazu sind gewisse Stereotypen notwendig, die sich bereits in dem hier beleuchteten Frühwerk des Zeichners herausgebildet haben.



Christian Maiwald/Eckart Sackmann:
Esperanto für Analphabeten - die Einführung eines Kritikschemas
Deutsche Comicforschung 3 (2007), S. 105-118

Als die deutschen Verlage zu Anfang der 1950er Jahre den Comic entdeckten, hatte die Vorverurteilung dieser Form schon begonnen. Die erste, die sogenannte "negative Phase" der Comic-Hatz wurde Mitte des Jahrzehnts durch die Einrichtung einer "Bundesprüfstelle" und von Schmökergrab-Aktionen abgelöst.
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Günter Dammann:
Salem No. 6 - die beste Cigarette meines Lebens
Deutsche Comicforschung 2 (2006), S. 92-101

In den Anzeigen, mit denen der Zigarettenproduzent Reemtsma seit 1952 in Tageszeitungen und Illustrierten seine neue Marke Salem No. 6 bewirbt, werden die Nachkriegszeit und ein in ihr sich vollziehender Mentalitätswandel sichtbar. Als Erzählmedium fungierte der Comic.



Eckart Sackmann:
Emmerich Huber
Deutsche Comicforschung 1 (2005), S. 56-71

Eckart Sackmann:
Emmerich Huber - zum zweiten
Deutsche Comicforschung 6 (2010), S.87-92

Addenda
Deutsche Comicforschung 3 (2007), S. 141

Er war in den 20er und 30er Jahren einer der innovativsten Comiczeichner in Deutschland. Sein Schaffen erstreckt sich über ein halbes Jahrhundert. Und dennoch finden sich heute kaum Hinweise zu Emmerich Huber, die das überlieferte Werk mit der Person des Zeichners verknüpfen könnten.
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Eckart Sackmann und Gerd Lettkemann:
Max Otto
Deutsche Comicforschung 4 (2008), S. 86-99

Eckart Sackmann:
Max Otto - zum zweiten
Deutsche Comicforschung 5 (2009), S. 99-103

Er war eines der großen Talente des Comic in Deutschland, sowohl vor als auch nach dem Krieg. Da er vor allem für die Presse tätig war, kennt dennoch kaum jemand seinen Namen. Was für ein Mensch dieser Max Otto war, bleibt trotz neuerer Erkenntnisse weitgehend ein Rätsel.
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Gerd Lettkemann und Stefan Neuhaus:
nicki - die deutsche Antwort auf Hergé
Deutsche Comicforschung 4 (2008), S. 100-112

Unter dem Pseudonym und Namenskürzel "nicki" gehörte der Zeichner und Autor Friedrich Pruss von Zglinicki zu den Schöpfern deutscher Nachkriegs-Comics. Dass er unter anderem einen reizvollen "Tintin"-Epigonen - "Max und Flax" - veröffentlichte, war über die Jahrzehnte völlig in Vergessenheit geraten.
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Eckart Sackmann:
Cefischer
Deutsche Comicforschung 5 (2009), S. 84-98

Mit dem "Familienkater" Oskar schuf der Frankfurter Carl Fischer - genannt Cefischer - eine der populärsten Comicfiguren der Nachkriegszeit. Fischer begann seine Karriere in den 20ern. Ein schreckliches Schicksal führte dazu, dass er seinen "Oskar" mit dem Mund zeichnen musste - er hatte im Krieg beide Arme verloren.
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Eckart Sackmann:
Die Darbohne - eine Werbe-Idee mit Langzeitwirkung
Deutsche Comicforschung 6 (2010), S. 74-86

Ende der 1920er Jahre entstand für die Firma Darboven eine langlebige Reihe von Bilderbogen mit einer Kaffeebohne - der Darbohne - als Titelheldin. Nach dem Krieg setzte der bekannte Grafiker Hans Held die Reihe der Darbohne-Comics fort, die in moderner Form seit kurzem von Marc Buchner gestaltet werden.
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Eckart Sackmann:
Ritter Sigurd. Das Streifenheft als Gattung, Muster und Mythos
Deutsche Comicforschung 6 (2010), S. 101-119

Im Comic bestimmt die Publikationsform die Erzählweise. Es ist eine Besonderheit des Streifenhefts, triviale Abenteuercomics von unbegrenzter Länge zu transportieren. Der von Anfang an in diesem Bereich führende Zeichner, Hansrudi Wäscher, wirkt mit seinem "Sigurd" bis in unsere Zeit weiter.
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Addenda
Deutsche Comicforschung 7 (2011), S. 142

Copyright © 2010 Verlag Sackmann und Hörndl