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Abstract
Dietrich Grünewald:
Deutsche Bildgeschichte 1933-1945
Forschungsprojekt
Bis auf wenige verstreute Beiträge (z. B. H.J. Galle in der Sprechblase 29, 30, 32,32,34, 35; im Jahrbuch "Deutsche Comicforschung" 2006 u. 2007; Kat. "Die Kinder des fliegenden Robert") ist die Geschichte der deutschen Comics während des Dritten Reiches kaum aufgearbeitet. Klassiker wie Ohsers "Vater und Sohn" oder Barlogs "Schreckensteiner" verweisen darauf, dass entgegen manchen Vorurteilen in dieser Zeit sehr wohl zahlreiche und in der "Machart" sehr unterschiedliche Beispiele erschienen sind - in Zeitungen und Illustrierten, in Jugendzeitschriften, in Kundenzeitschriften (zu erinnern ist u. a. an die bis heute erscheinenden bzw. wieder erscheinenden Hefte "Lurchi" oder "Darbohne"), als Buchpublikationen. Aber auch narrative Bildzyklen, die ich zur Kunstform Bildgeschichte zähle, sind hier zu beachten, u. a. Schwesigs "Schlegelkeller" oder Salomons "Leben oder Theater". Neben zahlreichen Eigenproduktionen sind auch ausländische Übernahmen erschienen - z. T. ohne Verweis auf das Original in deutscher Fassung, wie z. B. "Kalle der Lausbubenkönig" (Neue Jugend 1933-1935, Sammelband 1934, dt. Übernahme von M. Branner: Perry - Bruder der Comic-Figur Winnie Winkle, USA) oder "Prinz Waldemar", in: Papagei (i. e. "Prince Valiant" bzw. "Prinz Eisenherz", von Hal Foster), Kater Felix ("Felix the Cat") findet sich in den Lustigen Blättern 1938/39.
Ziel des Forschungsvorhabens ist - als Baustein einer Geschichte der Deutschen Bildgeschichte - im ersten Schritt Arbeiten deutscher Künstlerinnen und Künstler, die zwischen 1933 und 1945 entstanden sind, ausfindig zu machen, zusammen zu stellen und zu systematisieren, die dann im zweiten Schritt untersucht werden hinsichtlich Ästhetik, Erzählstrategie, Inhalten/ Intentionen, Medien - also im gesellschaftlichen, politischen, kulturellen Kontext der Zeit.
Es werden alle, die Informationen zu diesem Komplex beitragen können, herzlich gebeten sich an die E-mail-Adresse gruenewald@uni-koblenz.de zu wenden.
Copyright (c) 2007 Verlag Sackmann und Hörndl
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